16.06.2020

Mummenschanz des Jahrhunderts

Die Angst vor dem Tode, nicht nur dem Ende sondern einem möglichen qualvollen Erstickungstode wúrde immens breitgetreten und und in den Medien propagandisiert, ohne in der Öffentlichkeit mal grundsätzlich den Hintergrund ven menschlicher Sterblichkeit zu bedenken, mit einzubeziehen.

Umgekehrt wurde ALLES drauf angesetzt, jedem egal mit welchem Leiden und unter welchen Bedingungen, zum Überleben zu zwingen, das Überleben als höchsten Wert zu definieren!

Und das war der grösste Fehler in der Menschhheitsgeschichte und die verlogenste Argumentation seit Hitler, eine einfache Tatsache der Sterblichkeit auszublenden um ein ewiges Leben vorzugaukeln.

Durch anscheinende Vorsichtsmassnahmen, Sicherheitstheorien, Berechnungen, Statistiken wurde eine Stimmung erzeugt, das Jene welche hörig sich den willkürlichen Gesetzesregelungen unterwerfen, wie im Mittelalter den Geboten der Kirche, quasi die Unsterblichkeit und Unversehrtheit des Körpers von Virologen und Medizinern suggeriert wurde.

Welch ein Unsinn.

Die eigentliche Diskussion, welche schon weitgehend seit Anbeginn der sogenannten Zivilisation ausgeblendet wurde, über den wirklichen und sicheren Tod, hätte geführt werdeen müssen unter der Frage, was kan unter solch einer Gewissheit dann Lebenswert bedeuten!

Das Leben dann als eine ständige Gefährdung zu betrachten wo immer irgendein Damoklesschwert in Form von Krankheiten, Kriegen, Unfällen über uns hängt, so hätte man Stärke und Haltung bewahrt und aus einem Virus keine Katastrophe konstruieren können, welche erst durch die Konstruktion und nicht durch den Virus zur Katastrophe werden kann.

Final ist das menschliche Leben auf dieser Erde.

Mit diesem Wissen liesse sich das Leben auch anders als von Angst und Furcht gestalten, freier, experimenteller, intensiver.

Die ganze Sicherheitsdiskussion ist ein dekadenter Abgesang an die Freuden und Erregungen des Riskos, welches uns nichts kostet als den sowieso gewissen Tod, welcher immer unberechenbar eintritt, für Jeden in jedem möglichen Moment.

Lieber mit tiefgreifenden riskanten Erlebnissen, als eine im Leben schon vorweggenommene Totenstarre.

30.03.2020

Als die Menschheit stillstand

Angststarre im Frühjahr 2020, die Panik hat sich schneller verbreitet als der Virus.

In Alters-, Pflegeheimen und Kliniken sterben die Überalterten wie die Fliegen, wo sie sonst noch Monate des Siechtums vor sich hätten.

Und eine seltsame Solidarität bildet sich um die schon halb Vergessenen, jetzt auf einmal zählt jedes Menschenleben, welches in all den Jahrhunderten der Machtspiele völlig scheissegal war.

Wir stoppen fast den ganzen Menschenbetrieb um etwas Unausweichliches vermeiden zu wollen, den, Tod der auf die ein oder andere Art jeden ereilen wird.

Gepaart mit Angst, man könne einer von Milliarden sein welchen es ein wenig früher als die alten Dahinsiechenden erwischt , wird ein globales Szenario des totalen Rückzugs in die Isolation gepredigt, multiple Feigheit vor dem Sterben.

Sicher , nicht der angenehmste Gedanke, aber dement im Pflegeheim dahinsiechen ist das die wirklich angenehmere Variante?

Jetzt rennt jeder bei Husten, Grippe, Erkältung zum Arzt , ins Krankenhaus, weil er meint das Virus hätte ihn erwischt, eine faktisch aber auch hypothetische Überbelastung des Gesundheitssystems.Und es werden mehr Krankheiten im Kopf und durch die Psyche erzeugt als Viren vermögen. Eine Moral die von Angst bestimmt wird ist Gekläffe räudiger Hunde, welche sich an Leine noch am sichersten fühlen.

Leben erhalten um jeden Preis ist ein geographisch verlogener Ansatz der zu nichts anderem als zur Vermehrung von Leid führt.

Die Aktzeptanz das wir sterblich sind, altern und vergehen, ob mit oder ohne Virus wäre die Einsicht zur Zeit, die Arroganz des technisch wissenschaftlichen Denkens ablegen und verstehen das über uns allen das Damoklesschwert hängt ob durch Virus oder anderen Faktoren.

Wir müssen mit dem Tod leben, nicht gegen den Tod!

Das ganze Sicherheitsdenken unserer modernen Zeit ist ein absoluter Irrweg, es ist die Auflehnung menschlichen Geistes gegen die unabänderlichen Folgen des Lebens in der Zeit, eine Verlängerung und Potenzierung des Leidens.

27.12.2018

Schlussfolgerungen über die Ewigkeit

Jetzt spricht Zurvan

Denken wir von dem was kommen wird?

Oder von dem was war?

Oder gar davon was ist?

Das, warum es ist, liegt gleichermassen in der Vergangenheit und Gegenwart.

Also, wenn wir reden, so von dem was erklärt warum etwas so ist, – die Genesis.

Und es ist so, weil es auf dem Weg in einer erwarteten Zukunft liegt, von deren Abklatsch wir unter Kompromissen das für uns Bestmögliche gemacht haben.

Das Jetzt ist eines von unendlich Vielen die in der Vergangenheit waren und in Zukunft sein können, als immerneues Werden.

Und es ist deshalb jetzt, weil es nie Bestand hat in der Zeit, und vergehen muss, um Kraft und Platz für neues Werden zu geben.

So habe ich meine Rede beendet und werfe all die Dinge die ich vermeinte halten zu wollen, vor und hinter mich.

Denn die Dinge zu bekommen ist schöner als sie zu haben!

Vergiss den Moment nicht, wenn du ihn für die Zukunft opferst bleibt nur die Vergangenheit.

Du bist ein Teil von allem, aber nicht wenn du lebst!

Du kannst nicht so handeln wie du denkst, aber das Denken kann dein Handeln begleiten.

Das letzte in einem Leben wird selten die Tat sein, eher ein Gedanke.

Das erste im Leben ist die gedankenlose Tat.

Die Welle bricht, eine von unendlich vielen, sie türmt sich auf vor dir, du kämpfst dich durch, oder wirst mit ihr mitgerissen, oder lässt dich in ihr an Land treiben.

Wie die Gischt des Lebens umhüllt dich weisser schaumiger Dunst, immer neu treibts dich irgendwo hin.

Deine Kämpfe sind vergebens, denn Woge auf Woge kommt dir unerbittlich entgegen.

Und wenn du weit genug hinaus gerätst breitet sich unendliche Fläche aus.

Du mittendrin, unerfasst, unbestimmt.

So das Ich im Leben, wenn es seine kleinen Kreise verlässt.

Könnte die Zeit enden, dann wäre alles umsonst gewesen.

Denn nur das Wiederkehrende bleibt in seiner Wiederkunft

durch das andauernde Verschwinden.

Ob oder ob nicht, das ist doch obsolet.

Aus jedem Gedanken erwächst eine Kette von Vorstellungen, Bildern, Empfindungen, je nach Stimmung auf die Vergangenheit oder Zukunft gerichtet.

Wie Dominosteine purzelt das Denken an einer assoziativen Linie entlang.

Diese wird immer wieder durchschnitten mit pragmatischen körperlichen Handlungen und Bedürfnissen, wie Schlaf, Nahrungsaufnahme, Schmerz, Wärme, Käte etc.

Unendlich könnte die Reihe der Assoziationen sein, wenn sie nicht gestoppt wird.

Aber die Zahl der auf sie gründendenen Wahrnehmungen, mit der dann die ganze Phantasie spielt, – ist begrenzt, theoretisch rechnerisch zu ermitteln.

Aber die Kombinationsmöglichkeiten unter verschiedenen zeitlichen Voraussetzungen?

Im Wahnsinn des Geistes werden Wege zu Zielen gebaut, die einer gar nicht so absurden Hoffnung entspringen, dem Wunsch das alles mal so werden wird, wie es man sich in den kühnsten Phantasien ausgemalt hat.

– Verdächtig!!

Denn dann erscheint auch das Weltbild einer unendlichen Vielfalt mit Variationen von Wiederholung wie der Wunsch als Vater des Gedankens.

Rue de Noire

Und alles was ich denke, bin ich, werde ich gewesen sein. (frei nach Descartes)

11.09.2017

Sehn-sucht

Die unstillbare Sehnsucht.

Die Sehnsucht sucht etwas was nie vollständig zu finden ist, das Sehnen danach wird zur Sucht.

Die wenigen Momente die es Erfüllung findet, ist es vereint mit der Gegenwart, dem Körper und dem Gefühl, wo dann der Kopf endlich mal ausgeschaltet ist, kein Vorher und Nachher durchdacht wird.

Neben diesen wenigen Momenten frisst die Sehnsucht alles in einem kontinuierlich auf, es bleiben nur noch die Gedanken wie alles unerreichbar wird und zuende geht, wie wieder am Ziel vorbeigegangen wird, welches als Chimäre immerzu am Horizont leuchten möchte.

Doch Feuer kann nicht ewig brennen, es verzehrt sich und aus der Asche steigt kein Phönix empor, sondern bestenfalls die aufgewirbelten Partikel eines aufgelösten Ich, welches seine neuen tiefen Empfindungen wegwerfen musste, bevor sie ihm genommen wurden.

 

Ein Schritt in die Melancholie und Depression, – dann wenn man weiss das es keine zu haltende Lösung gibt.

So bleibt das Spiel und man hat zu lernen zu vergessen, – was war, was wird und was sein könnte.

Und da hilft am sichersten und besten der Tod.

Die immerwährende Bewegung ist genau genommen eine der grossen Sehnsüchte der Menschen, am besten zur Zeit dokumentiert durch die modernen Kommunikationstechniken, welche dauernde bewegung im virtuellen suggerieren.

Die Verknüpfung Aller mit Allen, ein kommunikationstechnisches Mittel zur Gleichschaltung von Konsumenten.

Den Willen, die Begierde der Masse eruieren, manipulieren und kanalisieren, – das Ziel der grossen Konzerne wie Google, Amazon, Facebook, Ebay etc. .

27.04.2017

Schleier der Zivilisation

Abschied nehmen , ist etwas, was wir beizeiten lernen könnten.

Er wird erschwert durch die Dauer der Gewohnheit und durch die Illusion eines richtig eingeschlagenen Weges.

Es gibt weder Dauer noch Recht, es ist ein Spiel der Formen, das Leben, grenzen- zweck- und zeitlos verwoben im Netz der unendlichen Möglichkeiten, aus welchem wir nur wenige als Realitäten zu schöpfen vermögen.

Und dann sind es auch nur unsere individuellen Realitäten, für Andere sieht das alles fremd und seltsam aus, weil sie das Leichentuch der konstruierten Alltäglichkeit und Normen darüber ausgebreitet haben.

Sie sagen, so tief kann man doch gar nicht sinken, ich sage, so flach muss man doch gar nicht werden!

30.08.2016

Die Kommunikation und Information in unserer Zeit

In den letzten 25 Jahren haben sich die individuellen Kommunikationsmittel gewaltig verändert.

Wo vorher der Brief und das Telefon die eigentlichen Instrumente der Übertragung von individuellen Informationen darstellten gibt es heute ein grosse Menge neue individueller Kommunikationsmittel.

Angefangen beim Mobiltelefon, weiter zur E-Mail, zur SMS, Iphone, Skype, Whatsapp, Freundeweb zu Facebook und Twitter kann jeder Gedanke innerhalb von Sekunden weitergegeben, verbreitet werden.

Das hat

1. zur Folge das die Gedanken weniger überdacht werden und relativ spontan verbreitet werden.

2. durch die einfache und kostengünstige Nutzung auch jeder unwichtige, unbedeutende Gedanke seinen Weg in die Öffentlichkeit oder zum Gesprächspartner findet.

Man nutzt diese neuen Möglichkeiten bis zum Exzess, das Fazit ist, man möchte immer mitteilen, hat aber eigentlich nichts von Bedeutung zu sagen.

Genau genommen nimmt mit der Steigerung der Kommunikationsmöglichkeiten der Inhalt proportional ab.

Dies wird zu einer Krise führen mit dem Ergebnis das den Menschen die Tatsache von persönlichen Nachrichten, Kommentaren wichtiger ist als deren Inhalt.

Hauptsache Kommunikation, weshalb und warum eher nebensächlich.

Wer viele „Freunde“ hat in Facebook, oder Freundeweb … fühlt sich geborgen in einer Gemeinschaft des nichtssagenden Schwafelns.

Als Essenz daraus wird ein Kommunikationsüberdruss entstehen wenn man sich in den elektronischen Kneipen ausgetobt hat, welcher wie nach einem Drogenrausch in noch grösserer Einsamkeit endet.

Ähnlich ist es auf Seiten der Information.

Heute können wir durch das Internet jederzeit alle möglichen Informationen zu Themen bekommen, wo früher der Besuch einer Bibliothek nötig wäre, der Besuch von Museen, das Gespräch mit Sachkennern, das Stöbern in einem Antiquariat.

Der Kehrseiten sind viele:

  1. durch die einfache Zugänglichkeit erlahmt der Wissendurst, wir werden beim Suchen nach Informationen extrem abgelenkt durch neue Randinformationen und verlieren so die Motivation am ursprünglichen Pfad

  2. die Wiederholung von Informationen im Internet ist augenscheinlich, da heute Bücher mit „google“ geschrieben werden so kopiert jeder in sein Sachthema die gefunden Internetinformationen

  3. Wo früher bei Scrabble das Lexikon als letzte Instanz für den Wahrheitsgehalt und überhaupt für das Vorhandensein eines Wortes war, ist heute das Internet getreten, nur was dort zu finden ist existiert auch.

Allgemein bedeuteten beide Phänomene die weitere Eingrenzung des menschlichen Horizontes, schlimmer noch als im Mittelalter, nur was ich kenne nehme ich auch zu mir, so das Mails nur noch von bekannten Email Adressen entgegengenommen werden.

Über juristische, gesellschaftliche Fragen wird das Internet als Berater verstanden , nicht als Abbild der Wirklichkeit, sondern als Wirklichkeit, wo die faktische Realität letztlich nur noch ein Abbild der virtuellen Existenz darstellt.

Auch das Schreiben und Lesen im 21. Jhdt. hat sich grundlegend gewandelt.

Das Lesen nimmt interessanterweise mit der modernen Kommunikationstechnik deutlich zu. Nicht das Lesen von gedrucktem Material, oder gar auf Papier, sondern das Lesen von Worten und Phrasen auf immer kleineren Bildschirmen, Sätze schon seltener, grössere Zusammenhänge eigentlich kaum noch.

Es ist zur Zeit noch unklar, aber es deuten Zeichen auf ein Verringern der mündlichen Kommunikation zur Wort- und Bildfixierung.

Einstmals war es das Briefeschreiben auf auch zeitlich lange Entfernungen, heute kommt auf oft überschaubare Entfernung der Umweg über ein Kommunikationsnetz, selbst wenn Leute gegenüber sitzen, welches ein längeres persönliches Gespräch verhindert und grenzenlose Ablenkung fordert.

Copy und Paste ist mittlerweile die Grundlektion in der Schule und an der Universität.

Mich wundert warum man nicht schon völlig von der Schrift weggekommen ist und nur noch Ton- und Bildsymbole verwendet für die gängigen Phrasen.

Durch die moderne Welt mit ihren noch moderneren Kommunikationsmitteln ist scheinbar alles offen, aber das Gegenteil passiert, wie sie früher alle dieselben Fernsehsendungen angeschaut haben, so suchen heute alle das, was allen gefällt.

Und so werden dann auch Musik, PC Spiele und Filme gestaltet.

Das die Menschen dabei ihr eigenes Ich vernichten oder vernichten lassen ist Nebenwirkung zu einem Verhalten, das optimal Gewöhnliche zu finden.

Der Kampf gegen die Einsamkeit wird heute mit allen technischen Mitteln geführt, das gemeinsame Erleben war und ist immer momenthaft, alles was darüber hinausgeht ist grandiose Illusion bei deren Sonnenuntergang wir wieder so nackt da stehen wie wir gekommen waren.

29.08.2016

Entwicklung

Die Menschen, ein Konstrukt der Natur, auch Zufall genannt.

Ohne Sinn und Ziel wie die Ratten sich vermehrend und nur daran denkend, alle Dinge um sich benutzen und ausplündern zum Zwecke der Vielheit ohne Differenziertheit.

Schwachsinn, soll ein grosser Sturm diesen ganzen Idiotismus wegblasen und Asche von der Vergeblichkeit menschlichen Strebens nach Homogenität zeugen.

Sich selbst das Leben immer eintöniger und langweiliger gestalten das einzige Ziel des Fortschrittes und der Zivilisation, vielleicht noch mit dem Beiwerk virtueller Simulation eines anderen Geschehens, na danke!

Nichtmals zu den Sternen greifen, einfach die Erde aussaugen für ein paar Wenige, als Sklaven denen dienen um ihren Luxus ohne Inhalt zu fördern!

Wie erbärmlich!

13.07.2016

Abtritt

Wir leben in einer Zeit die nur noch Wünsche gebiert und keine Wirklichkeiten mehr gestalten kann.

In den verschliessenen traditionellen Wirklichkeiten von 8 Std. Arbeitsalltag plus stundenlange Hin- und Herpendelei vom Arbeitsplatz zum Einkaufszentrum zur Schule zur Kindertagesstätte zum Altenheim, TV Programm, Dauerpräsenz über Internet und Handy, Nestgestaltung der ewig gleichen sterilen Apartements, werden aus der modernen Kommunikationsindustrie Wünsche, Phantasien eingespeisst, die suggerieren, mit dem Kauf von Produkten auch eine neue frische Wirklichkeit zu erhalten.

In Kühlschränken, Badezimmern, Kellern, Dachböden und Garagen türmen sich dann die verbrauchten Wünsche, manifestiert als Plastik- Chemomüll einer immer öder werdenden menschlichen Gesellschaft.

Das Gerüst eines regelmässigen Zeitplans mit den vielen kleinen alltäglichen selbstauferlegten Verantwortlichkeiten steht wie ein Skelett neben den vielen anderen Toten immer noch aufrecht, derweil die innere Verwesung und Erschöpfung sich ausbreitet.

13.07.2016

Geistiges Testament

Die Problematik des Menschen alles als ein Mittel zu etwas zu betrachten und danach zu handeln und nutzbar zu machen.

Erstmal ist ein Jetzt, in welchem wir erwachen, Bedürfnisse verspüren, Verweigerungen erleben, lernen diese umzubauen in uns gemässe Richtungen.

Diese Richtungen entstehen aus der Erfahrung was uns Befriedigung verschafft und was nicht.

Befriedigung wird im Laufe der Zeit immer komplexer und komplizierter, also beginnen wir wie ein Kartenhaus oder eine Sandburg etwas zu bauen, ohne dabei zu berücksichtigen das wir möglicherweise gar nicht mehr in den Genuss des Erreichten kommen.

Der Weg ist das Ziel, ist die sooft gehörte esoterische Antwort.

Auf diesem Weg verlieren wir uns selbst in Pläne, wo selbst deren Erreichen keine Lösung, vielmehr eine Suche nach neuen Problemen und Lösungen verlangt.

Denn wir haben die berechtigte Ahnung, das wir nichts mitnehmen, nach dem Tode.

Aber wir wirken in der Zeit, welche auch endet in der Impulsion des Universums, wo dann die Karten neu gemischt werden, genannt Urknall.

Folgen hat das nicht auf ein neues Universum, auf eine neue Zeit.

Selbst wenn die Atome, Materieteilchen, Energiepartikel unendlich mögliche Kombinationen beinhalten, dann ist bei unendlichen Versuchen eine Wiederholung wahrscheinlich.

Dieses Bewusstsein grenzt an menschlichem Verständniss.

Bei unendlichen Versuchen und unendlich neu entstehender Zeit ist alles! möglich.

Wenn wir das real praktisch erkennen und danach handeln wollen, bleibt nichts anderes als der immer neue Versuch etwas zu schaffen, zu bilden was der Vernichtung zwangsläufig anheimfallen wird.

Carpe diem, ist die Lösung vieler Denker und Weisen der letzten Jahrtausende.

Verliere und vergesse dich im Moment, wäre die neuzeitliche Formulierung.

Dazu bedarf es aber des Aufbaus eines Szenarios, in welchem man sich reinstürzen kann.

Dieses wiederum bedarf einer Wichtigkeit, einer Aktzeptanz von Bedeutung das man sich darin zu stürzen vermag.

Diese Wichtigkeit aber bezweifele ich.

Sie mag psychologisch bedeutend sein für das Weiterleben eines Individuums, einer Art, aber kosmisch eher eine Witz.

Wenn also diese Motivation uns nicht mehr gilt, wir dennoch leben, dann dann stellt sich die Frage, unter welchen Voraussetzungen?

Das Spiel, etwas zu tun deren Bedeutung ersichtlicherweise keine dauernde ist.

Mit diesem Bewusstsein fällt es leicht Niederlagen einzustecken und schwer sich an Erfolgen zu freuen.

Die Gefahr der Passivität könnte Überhand gewinnen.

Die Attribute die man Göttern erteilt hat müsste man dann für sich selbst beanspruchen, das wäre gewissermassen eine Evolution im Hegelschen Sinne, nur beschränkt auf ein Universum, auf eine Zeit, auf eine Periode.

Die Rückkehr zum einfachen Leben könnte da schwieriger sein als die Erkenntniss des universalen Ablaufs.

Darin dann liegt die Kraft des Individuums, diese Diskrepanz nicht nur zu erkennen, sondern auch zu leben.

13.07.2016

Herbst im Februar 2016

Die Erwartungen, Varianten, Phantasien eines Menschen, welche in unendlicher Zeit alle Wirklichkeit werden könnten und gewesen waren, bedeuten dem einzelnen Menschen wenig, da er immer nur eine Variante in einem Leben lebt.

Auch wenn in der Zukunft oder Früher Teile der jetzt gelebten Erwartungen Wunschträume waren, wird er in der Gegenwart andere Vorstellungen haben wie sein Leben sein möge.

Die einfachste Variante war bisher immer, sich in die Arbeit zu stürzen, einen Arbeitsplan zu schaffen, Mittel zur Ernährung und eine Unterkunft zu organisieren und zu modellieren um ein gemütliches Heim zum Sterben zu bauen.

Manche verfielen auf den Dienst an der Gesellschaft, diese zu erziehen, zu verändern um eine angenehem Atmosphäre zu schaffen.

Andere um Macht durch Reichtum zu erlangen strebten der Vermehrung des eigenen Geldes entgegen um Dinge, Gefühle, Genüsse, auf Bezahlung direkt zu bekommen.

Noch welche und derer Viele begnügen sich mit den einfachen Genüssen die in der kurzen Lebenszeit direkt zu erlangen sind, Fressen, Saufen, Ficken.

Und was mache ich in diesem ganzen Blödsinn?

Die Zeit vertreiben wie die Anderen ohne an ihr zu hängen oder sie überbewerten, da sie nie ein Ergebniss, ein endgültiges Ziel ein wirkliches Ankommen möglich macht.

Es vergällt mitunter dieser Gedanke die Kraft am tatkräftigen Leben.

Was ich schreibe und geschrieben habe ist von der Kehrseite der glänzenden Medaille des organisierten, fortschrittlichen, zivilisierten Lebens, ein Apell an die unrealistische Vision des Zufalls, der alle Dinge und Empfindungen in immer wieder neuem Licht erscheinen lässt, – da mag mich bald auch die Phantasie verlassen, – es bleiben die Träume, ungelenkt, abrupt, unerwartet in Welten einzutauchen, deren Regulation nicht mir unterliegt.

Zurück zu den einfachen Sinneswahrnehmungen, das Tasten an Oberflächen, das Riechen von Zeitexkrementen, das Sehen von Bildern zu denen man selten einen Bezug hat. Das Hören von Geräuschen einer schreienden, flehenden, fordernden und winselnden Meute, – in der ein Ich nur ein Spielball ist, ohne Regeln, ohne Spieler, ohne Schiedsrichter oder bleibenden Gewinn und Verlust.

Für ein Leben selber der Schiedsrichter, der Regelaufsteller, der Verlierer und Gewinner zu sein, ist das Maximum an Lebenskraft was sich auszudrücken vermag.

Das kleine Universum des Ichs schaffen, um es schliesslich der Welt als Stein in den See zurückzugeben.