15.09.2019

Hierachie und Demokratie im Kosmos

Das es Hierachie gibt, in der Natur, beim Menschen, in den materiellen Formen, ist nicht so einfach von der Hand zu weisen.

Genausowenig lässt sich abstreiten das jede Hierachie, Herrschaft, Macht wieder zu Fall gekommen ist und kommen wird (als Dynastien, Reiche, Rassen, Herrschaftsformen etc.).

Somit liegt der Schluss nahe, das es immer im zeitlich unendlichen Formengefüge Hierachie und Herrschaftsformen gibt, ausgedehnt mitunter bis zu einer Gesamtheit (als Gottesvorstellung) und manchmal nur wabernd wie ein Moor des unendlichen nebligen Chaos.

Und drinn eingeschlossen die unendlich kleine Winzigkeit einer Ich – Person mit vielen verschiedenen Wahrnehmungsmöglichkeiten und einem Computerähnlichen Apparat, welcher laufend Statistiken erstellt, Schlüüse aus Erfahrungen zieht und verwertet und Handlungsvorschläge konzipiert (im Wesentlichen Dinge oder/und sich selbst von A nach B bringen).

Mal tätig dieses Ich, konstruierend, schaffend verbindend, versuchen die Dinge seiner näheren Umgebung zu einem grossen Gebilde zusammenzuknüpfen, dann auch mal passiv lethargisch nur mit dem Geist und die Gedanken spielen lassen. Mal destruktiv, zerstörerisch vernichtend die Dinge um einen herum und vor sich selbst kaum Halt machend.

Das wenige Bewahrte nennt man dann im Verlauf seines „Wachstums“ sein Ich.

Die Dinge werden zunehmend im Alter spielerischer, der Ernst verlischt vor der Gewissheit jeglicher Vergänglichkeit..

Das wäre der einfache Weg für die Menschheit, zurück zum schöpferischen Spiel, ohne Rücksicht auf Masse, Sicherheit, Vermehrung oder Verluste…

Die Folgen werden so oder so den Untergang des menschl. Lebens in der unendlichen Zeit sei, genauso wie ein auferstehen unter minimal veränderten Voraussetzungen, oder mitunter auch mal im gleichen Modus oder auch mal ganz anders ohne Menschen.

Die unendliche Vielfalt der Formen, wodurch liesse sich diese beweisen?

Gerade eben nicht, denn dann wäre sie nicht mehr unendlich sondern berechenbar!

Wenn man das alles erkannt hat, meint man womöglich in einem, seinem Leben dem Risiko aus dem Weg gehen zu können, um bequem und lange zu ÜBERleben.

Das ist geradezu eine Revolution gegen die Vielfalt, der Wille zur Einfalt, zum geregelten sicheren Stillstand. Aus dieser „Revolution“ gegen die Vielfalt ist unsere Zivilisation entsprungen. Auf Dauer von angstkapitalischen und sicherheitstriefenden Herrschaftsformen hervorgebracht, welche die Demokratie mit der Diktatur der Masse verwechselt haben!

Denn sie haben die Masse mit propagandistischen Kommunikarionsinstrumenten, gesteuert, gezüchtet und geprägt, damit sie später als Reaktion auf ihre diktatorische Vorbereitung die Masse weiterhin als Masse behandeln konnten, und nicht mehr als einzelne Individuen Freiraum lassen, mit dem fadenscheinigen und inhaltslosen Argument, das diese Individuen den Bestand der einfältigen Masse gefährden könnten. Erst Diktatur der Masse und dann Diktatur der Massen.

16.01.2018

Kulturvielfalt und Moderne

Die Menschen haben sich immens vermehrt und verteilt auf der Erde seit ihrer Entstehung.

Bevor die Industrialisierung begann, haben sie sich ohne globale Absprachen untereinander, globalen Regeln und Kompromisse relativ isoliert auf den mehr oder minder fruchtbaren Teilen der Erde angesiedelt und in ihrer Eigenart gemäss den geographischen Bedingungen entwickelt.

Die ersten Entdeckungsreisen im Vorfeld der beginnenden industriellen Zivilisation haben die Neu – GIER entfacht, andere unbekannte Waren, Methoden und Regelwerke zu bekommen, teils freiwillig im Austausch, oft über den Zwang durch die mit Militärmacht bekehrende Religion im Gefolge der Kaufleute.

Ab ca. 1850 begannen sich mit der modernen Kommunikations- und Verkehrstechnologie Standards auf vielen Teilen der Erde einzubürgern (Telegraphie, Schiffs- und Postlöinien, internationale Verträge etc.)

Dies hat in Folge zu einer Angleichung der Kulturen geführt, in den Gebräuchen, Sitten und Handlungsweisen.

Mit dem Ansteigen der menschl. Population auf nunmehr 8 Milliarden sind die lokalen Eigenheiten weitgehend in den Hintergrund getreten, und haben einer einheitlich gesteuerten Wunschwahrnehmung und Zielsetzung Platz gemacht.

Amerikanisch als globales Sprachmittel, das Mobil, Ei oder sonstwie Fone mit 24 std. Internetanschluss als interaktives allumgreifendes Kommunikationsmittel, und die Massenprodukte der Monopolgesellschaften überall auf der Erdkugel zugänglich.

Es sieht so aus, als ob ab einer gewissen Populationsgrösse, wenn der Raum und die Ressourcen eng werden, die individuellen und geographischen Eigenarten verschwinden, und nur noch ein grosser Massenbrei träge als Sklave den Grosskonzernen dient.

Alles unter dem Aspekt des „Wohlstandes“.

Dazu sagte Nietzsche einmal ganz passend: „Der Wohlstand, die Behaglichkeit, die den Sinnen Befriedigung schafft, wird jetzt begehrt, alles Welt will vor allem das, folglich wird sie einer geistigen Sklaverei entgegengehen, die noch nie da war.“ (Nachgelassene Fragmente 1881)

Aktuell dazu: “Denn der Kampf gegen das Alter bringt den höchsten Wert unserer gegenwärtigen Kultur zum Ausdruck: den Wert des menschlichen Lebens.”

https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article172360882/Konsumgesellschaft-Ein-Zeitalter-in-dem-alle-perfekt-leben-wollen.html

Die Gefahren, Ängste, Freuden und Überraschungen werden in den virtuellen Bereich verlagert.

Das wirkliche Leben und Erleben bleibt auf der Strecke, im Gefängniss der bevormundeten und aufgezwungenen Sicherheit!

Mit der Massentierhaltung hats angefangen und mit der Massenmenschenhaltung wird’s enden.

26.10.2014

Msoun

Eine verlassene Siedlung?

Eine Schule daneben, archäologische Überreste mit Resten von Leben darinnen.

Wie ein Bild um 1850 von römischen Ruinen, umgeben von einfacher Landbevölkerung, teilweise sind die Ruinen auch noch notdürftig bewohnt.

Die Frage von Tradition stellt sich;

Traditionen verschwinden im Laufe der Zeit, etwas Neues kommt, das zerstört die Tradition, welche lange Zeit in den inländischen marokkanischen Siedlungen durch ein mehr weniger autarkes System überdauern konnte.

Heute Globalisation gegen Autarkie

Auf der Erdkugel gab es unzählige Traditionen, welche heute mehr und mehr zu rein touristischen Zwecken künstlich aufrechterhalten werden.

Auch dem Islam wird es so ergehen, da deren Anhänger die monopolisierten Konsumprodukte übernehmen, wie z.B. jetzt in Marokko die Supermärkte entstehen „Marianne“.

Die Gleichschaltung menschlichen Konsumverhaltens, in Marokko noch nur im Ansatz, aber klar als Ziel anvisiert.

 

Wenn aus alten Traditionen neue entstehen, lokal hervorgerufen, ist das interessant, wenn alles auf eine gleiche Zielebene des propagierten Wohlstandes gerichtet wird, dann entsteht das tödliche Gleichgewicht der Dekadenz, – Zenit- , Starre!

 

Wenn man heute vor einer Frage die Antwort bekommt, wie man bei einem eventuellen Problem zu reagieren hätte, dann ist das eine Umkehrung der eigentlichen Lebensfrage.

Man gestaltet aus möglichen Problemen das Leben , und gestaltet nicht das Leben um später die sich daraus zwangsläufig ergebenden Probleme je nach Situation zu lösen.

Das heisst man wird dazu gebracht , mittlerweile teils gezwungen, Probleme zu lösen, die man wahrscheinlich gar nicht in seinem Leben haben wird!

17.08.2014

Kein Ende finden zu können

Ein Symptom der Natur.

Die Natur frisst sich selbst.

Was ist Natur, natürlich?

 

Alles was existiert und vergeht, oder anders ausgedrückt, alles was dem Lauf der Zeit unterworfen ist.

Dies ist ein grundlegendes Phänomen, das zweite ist die Tatsache, das die belebten Einheiten der Natur, je entwickelter, sich gegenseitig umso mehr auffressen, d.h. Fressen und Gefressen werden.

Der Mensch als Allesfresser ist mit Abstand der Universalverwerter und – vernichter von anderem Leben.

Aber geradso ist die Grundlage des Lebens die Vernichtung, die übriggebliebenen Trümmer sind Futter für Neues.

 

Warum soll das Fressen von Pflanzen und Früchten naturnaher sein als das von tierischen Lebewesen, warum die Zucht von Monogetreidefeldern besser sein als Hühnerfarmen.

Warum ist eine getötete Mücke unwichtiger als ein erschlagener Hund?

Buddhistische, asiatische Inkonsequenz, gepaart mit religiöser christlicher Selbstüberschätzung als Krone der Schöpfung.

 

Leben bedeutet Tod von Existenzen, Formen, Tod von Atomen, Molekülen, Bakterien, Zellen ….

 

Alles ist in ständiger Umwandlung begriffen und die Menschen haben glatt die Hybris, feste Werte anzunehmen und konstantieren, fordern zu wollen.

Der Traum von der funktionierenden guten Gesellschaft, der Traum von 7 Milliarden Menschen friedlich, sinn- und ziellos miteinander zu leben, nur um der reinen Vermehrung willens, Essen und Trinken und sterben, – wie armselig.

 

Da ist ja ein sich teilender Einzeller noch einsichtiger in das Wesen der Natur, – Vermehrung ohne Prinzip bis an die Grenze dse Möglichen und dann rückwärts darüber hinweg.

 

Die Natur hat unzählige diktatorische Lebensformen entwickelt, wie Ameisen- und Bienenstaaten, Wolfsrudel etc.

Es hat den Anschein als ob diese Systeme ein mentales Schutzschild darstellen gegen die Erkenntnis der Vergeblichkeit jedes ausdauernden Strebens eines Einzelnen, für den längstmöglichen Erhalt eines Daseins.

Die Vermehrung einer Form, ob Menschen oder Ameisen, ist die Ablenkung von der absoluten Begrenzung durch die Zeit, welche gleichwohl den Einzelnen als auch das System trifft.

 

Interessanterweise geht die Vermehrung von den konsumierenden Menschen in den sogenannten kultivierten, zivilisatorischen Staaten kontinuierlich zurück, je mehr sie sich aus dem täglichen Überlebenskampf entfernen.

Und das kokettierende sexuelle Spiel wird ausgedehnt, Reize zu erfinden um Befriedigung ohne Vermehrung zu erlangen!

06.04.2014

Ist Angst Motivation?

 

Das Ich, die Angst, und der Motor der Motivation

 

Die Dinge und Vorgänge aus dem Umfeld auf sich selbst zu beziehen.

Das heisst die meisten Vorgänge um einen herum als eine Reaktion und Steuerung auf einen selbst zu beziehen ist die Angst in ihrer hypochondrischen Form.

 

Angst das ein von seinem Ich konstruiertes Gebäude von aussen zerstört wird womöglich absichtlich.

 

Es kann aber auch die Angst sein, die Mechanismen, Reaktionen von Aussen nicht genügend beeinflussen zu können.

 

Einfach ausgedrückt:

Mit einem gesteigerten Ich Bewusstsein nimmt die Angst zu!

 

 

Philosophisch gesehen löst sich diese Angst bei weiterem Nachdenken wieder auf, das es kein Ich als Endstadium zu erreichen gibt.

Nur das Ich auf Zeit verschafft dem Leben eine Motivation, aber kein Ziel, und bleibt somit ein Spiel.

Die Zeit auf Erden zu verbringen, bezogen auf ein Ich, tastend, verknüpfend, abwehrend einen Zeitraum gestalten wie ein Bild was gemalt wird, weniger für den Betrachter als für den Maler.

Es ist dennoch auch ein Bild für die Umgebung, sie wird beeinflusst, gestaltet durch den Wurf eines Steines in den grossen See, verändert aber nicht gesteuert.

 

Zurückgeworfen auf die eigene Umgebung in welcher man seine Lebenszeit verbringt, stellen sich vermutlich weniger die Fragen der Auswirkungen im Weiten, vielmehr die Frage der direkten Reaktionen auf die Bestrebungen eines Ichs.

Also konzipiert ein „kluges“ Ich seine Handlungen so, das es aus den Reaktionen der Umwelt Resultate für den weiteren Aufbau seines Ichs erlangen kann.

Die Gestaltung einer individuellen Lebensphäre.

Das Ich möchte letztlich die Reaktionen der Umwelt berechnen und sich zuträglich machen.

 

Das philosophische Ich (wenn es denn vorhanden ist) möchte daneben! Neue Variationen, Kombinationen entdecken, da der deterministiche Ablauf einer Handlung mit vorhersehbarem Ergebnis langweilig ist, und uns zu sehr an ein Spiel gemahnt,

an ein abgekartetes Spiel!

 

Also Versuche, Grenzen ausloten und für neue Eindrücke offen sein, um diese dann weiterzuverarbeiten, einzuarbeiten in das Ich, damit das Ich in seinem immer stärkeren Handlungsstrom die Ziellosigkeit, das Ende vergisst.

 

Unsere gegenwärtige Zeit wird diesen Widerspruch zwischen Bewusstsein und Handlungswahn auf die Spitze treiben.

Und das Verstecken hinter der sogenannten notwendigen Handlung und der damit bedingten Zeitknappheit kann keine Lösung versprechen, reisst den Grat zwischen Dasein und Denken noch weiter auf.

 

Bis zur grossen Müdigkeit, erst der geistigen und folgend daraus der körperlichen, welche ohne geistige Ansätze in der Gewohnheit verendet.

 

Zur Zeit werden die Ideen virtuell und das Handeln nur noch auf pragmatische Gewohnheiten fixiert.

Der Geist fliegt davon und das plumpe Tier bleibt übrig.

 

01.01.2014

Zurück zur Natur,

Zurück zur Natur,

der vielbesungene Weg der sich in ihrer Unlust bewusst gewordenen Menschen, von Rousseau bis zu den Grünen.

Wenn man Brücken baut, einzigartig nur für den Übergang in eine Richtung nützlich, ist all dies Gerede zu spät.

Fortschritt heisst eben auch fortschreiten von der natürlichen aber vermutlich überlebenskampfhaltigeren Ausgangsbasis.

Zuviel Reue und Sünde klingt immer wieder an bei den Forderungen zur Umkehr, welche sowieso nicht freiwillig vollzogen werden kann.

Der Mensch war nie ein Bewahrer, auch wenn es aufgrund seiner Sammeltätigkeit manchmal den Anschein hat, so dient diese oft genug nur dazu sich von der Vergangenheit deutlich abgrenzen zu können.

 

Die sogenannte Natürlichkeit von Gefühlen, Lebensregungen und Handlungen im Gegensatz zum Jetzt gesetzt ist atavistische Aversion gegen die Vergänglichkeit des Lebens.

Durch Fortschritt versucht der Mensch den Gedanken der Vergänglichkeit zu verdrängen, bestenfalls in sogenannter evolutionärer Entwicklung des Menschheitsgeschlechts zu sublimieren.

Die Entwicklung, ein Mittel allem zu entgehen.

Schlau gedacht, bevor die Natur den Menschen umformt wird dieser die Natur zu seinen fortschrittlichen Bedürfnissen verändern.

Er verändert dabei auch sich selbst, und dies beunruhigt ihn mehr als die Veränderung der Natur, da der eigene Ausgangspunkt in gewisser Hinsicht damit zerstört wird.

 

Jener wer die Veränderungen schafft bleibt immer noch derselbe, welcher die Veränderungen übernimmt wandelt sich.

 

31.12.2013

Die Lethargie der Zeit

Die Lethargie der Zeit
Warten auf Neues, Anregungen von Aussen, Resonanz.
Rühren im gesellschaftlichen Brei des „wer bist du?“
Aktionen, Handlungen, so vergeblich so unsinnig.
Der Rückzug zum pragmatischen Funktionieren in den Überresten der gesellschaftlichen und finanziellen Norm, als Robot, als Funktion.

Das Morgen nur eine Vision der Bedrohung welche heute schon abgesichert werden soll.
Das Gestern ein Sofa auf welchem alte Träume austrocknen.
Der Moment so leer, selbst das Zwiegespräch ist ein Monolog der Desillusion.

Da möge doch die ganze Scheinaktivität zum Teufel gehen und wir ehrlich bekennen das es nichts mehr zu tun und auch nichts mehr zu sagen gibt, warten auf den Ablauf der Zeit.

Die Gewohnheit das Korsett unseres Selbst, wir schnüren es enger um gerader stehen zu können.

Und wir stehen immer nur für andere, wie selten für uns selbst, weil, das ist nicht konform.

Das Schauspiel ohne Regieseur , die Bühne ein Muss, die Umkleidekammer eine Hölle.
Unsere Kostüme auf Zeit geliehen, fransig, altbacken, klischeehaft.

Der Mut zum neuen Kostüm, des Schafs im Wolfspelz, wäre an der Zeit.

Die Wut wächst nur in der Not, und wir sind zu satt, übersatt, und daraus entsteht keine Wut, nur Resignation, sich selber eingeschlossen.

Wir werden Betrachter unseres Selbst.
Wir sitzen im Zuschauerraum und fragen uns was zappelt der da so blöd.

Erkenne dich selbst, war einst die Devise, heute heisst sie, vergesse dich selbst.

31.12.2013

Nestbeschmutzer, damit der Ekel einen raustreibt

Der Kampf für ein paar Jahre von was?

Von Gewohnheit, flachen alltäglichen Genüssen und Schmerzen.

Alles andere ist theologisch motiviertes, esoterisches Gebrabbel vom gemeinsamen Bau am Turm von Babel.

 

Wenn unsere Lebenswelt uns zu Kopfe steigt, werden wir sie wohl mit den Füssen treten müssen.

 

Was einem am nächsten ist, darum kümmert man sich, und wer sich selbst Anderen unterordnet (ob Ideen, Personen oder Emotionen), wird sich eben nicht so sehr um sich selbst, sondern um Andere kümmern.

Vermutlich in der kantschen Erwartung das am besten zu Lebzeiten diese Handlungen von Aussen helfend zu einem kommen denkt man so den richtigen wahren und guten Weg gewählt zu haben.

Eine Geborgenheit zu empfinden in einer Welt welche sich ständig wandelt, und grösseren Einflüssen als dem Verhalten menschlicher Lemmingnester unterliegt.?

 

Die gute Moral, auch heute, heisst: Setz dir freiwillig die Scheuklappen auf und denke und handle positiv!

Denke nicht zuviel und zuweit und handle selbst für den einfachsten Menschen übersichtlich und nachvollziehbar. – man, kotzt mich das an!

 

Wenn ich da zum Ignoranten werde ist das vermutlich noch meine „beste“ Seite.

 

Ehrlich, freudisch hinterfragt, was auf meinen Reisen suche ich ausser dem Neuen, dem Vergessen der gewohnten Fragen, dem warmen Meer und einer Taverne, oder der Einsamkeit in der Fremde, welche klarer ist als die Einsamkeit in der alltäglichen Umgebung, welche die Gewohnheit übertüncht?

 

 

Das Thema Sexualität macht uns als Männer die Zeit vergessen um einen Drang befriedigen zu wollen, wenn er befriedigt ist, stürzt ihm die Zeit mit ihren sehr philosophischen kommenden Fragen entgegen.

 

Alles was wir tun, ist der philosophischen Frage nach einem Sinn zu entgehen, oder besser noch die Erkenntnis eines Mangels von Sinn fernzuhalten, – psychologisch durch rastlose Aktivität und planvolles Ausarbeiten unserer Tage, Wochen und Monate, Jahre werden es selten.

 

Der Moment ist viel schwerer zu erlangen und zu ertragen als das Damoklesschwert der Zeit unter welchem wir unserem Ich frönen!

 

Jeder zahlt seinen Preis, so sagt man.

Der Preis für einen durchgeführten Willen ist das Versagen auf anderen Gebieten wo der Wille abgezogen wurde.

„Multitasking“, der Versuch seinen Willen gleichmässig auf alle Bereiche auszudehnen.

Sehr esoterisch und asiatisch!

 

Das Verkennen der momentanen, momenthaften Situationen und das Erstellen von gewollten Szenen.

Sich eine Umgebung von Verwandten, Freunden, materieller Sicherheit, kurzum nesthafter Gewohnheit zu verschaffen.

 

Entsteht das Nest aus dem Ich, oder aus der Einwirkung von Aussen?

Wird das Ich mit einem Nest zerbrochen?

Was ist wenn das Ich zerbricht und der Rest in der Wärme eines Nests verbleibt?

 

31.12.2013

Friedliche Isotenz

Parallelgesellschaften

Hierachie

 

Klassen- und Ständegesellschaft

 

Die Statistiken helfen uns nur zu begreifen das es wenige Reiche gibt, viele die ihr notwendiges Auskommen haben und etwas mehr als wenige welche am Rande der Existenz vegitieren, in Europa letztere weniger und im asiatischen und südamerikanischem Raum  viele.

Der Neid wird durch Betäubungsmittel in Form von Propaganda, vor allem optische, im Handeln geschwächt und im (Wunsch-) Denken gesteigert.

Aber die Barriere von Denken zum Handeln immer mehr pädagogisch gefestigt durch Gewohnheit und Gleichschaltung.

 

Gleichschaltung innerhalb einer Schicht, Gruppe, Gesellschaft durch Etikette und Abgrenzung nach Aussen durch Statussymbole.

 

Die ökonomische Anarchie, in einem sich immer mühsamer human, demokratisch gebärdenden theoretischem gemeinsamen Gesellschaftsprojekt, genannt Staat, Nation, Menschheit, oder was auch immer, durchsetzt auch das Denken des so zivilisierten Menschen.

Die gutmenschlichen Proklamationen des Einzelnen vertuschen seinen inneren, nicht mehr nur ökonomischen Anarchismus, nur die Barriere von Norm und Gesetz hält ihn davor zurück den Grossteil seiner wie auch immer gearteten Gedanken in die Tat umzusetzen.

Die Feigheit vor sich selbst hat zum ökonomischen Anarchismus geführt, der Mut zum nächsten Schritt, dem Anarchismus der Moral, fehlt vollständig.

Wehe, wenn diese ganzen orientierungslosen aber geprägten, gut gefütterten Zootiere mal freigelassen werden.

Die Wut über die ungewollte Freiheit und die Enttäuschung über die Sinnlosigkeit des Menschengartens könnte zu einem Massaker ohnegleichen führen, wo der Selbsthass sich auf alles gleichartige ausdehnt.

31.12.2013

Forschung als Käfig

 

Heute führt die Aufnahme von unzähligem fragmentarischen Wissen zur Desorientierung oder zur Prägung, was man dann Zeitgeist nennt.

Schon der wissenschaftliche Kontext schafft und gestaltet die Leser und Forscher in seiner Sichtweise.

 

Die Welt wird erklärt wie sie sein soll, dazu dienen die sich ständig ändernden Naturgesetze und die Entdeckung immer neuer kleinster Teilchen.

Aus diesen sogenannten Erkenntnissen, welche eigentlich noch nichtmals Deutungen sind sondern Setzungen, eigenmächtige Definitionen, darf man dann die Schlüsse ziehen, wie die menschliche Gesellschaft zu sein hat, und wie man diese zur Verwirklichung der wissenschaftlichen Ziele umformen kann.

 

 

Der unvoreingenommene Blick, oder das weisse Blatt Papier ist sicherlich ebenso Wunschtraum

 

Doch beide Varianten, Deutungen, sind Illusion, die vermeintliche Ziellosigkeit von allem , wie die konstatierte Gewissheit eines Zieles.

 

Der Einzelne, das Individuum entscheidet wann, und wo ein Ziel zu setzen ist, und wie lange man sich einfach im Fluss der Zeit und Materie treiben lässt.

 

Heute wollen wir dies wissenschaftlich bestimmen und im Schluss erzieherisch fordern, das das Eine die humanitäre Pflicht am Bau des grossen Weltgebäudes sei, und alles andere Faulheit, Trägheit und tierische Ignoranz wäre.

 

Am sterblichen Ende wird uns kein Individuum begleiten und uns auch keine technische Maschine am Leben erhalten, – die Erkenntnis wird uns wieder dämmern, das die ersten und letzten Verbindungen zur Welt die Gedanken, also Erinnerungen, Bilder, Empfindungen und Träume sind.