27.12.2018

Der Moment, die Erinnerung und das Vergessen

Zwischen den Welten, oder kein deterministisches Faktum

Die Zeit gedacht neuerdings als von der Bewegung abhängig.

Materie die sich im Raum unruhig aufhält und wandelt.

Wäre sie starr könnte sie sich nicht ändern.

Wie kommt man beim ewigen Verändern dazu etwas als Gegenwart zu empfinden?

Nur durch Vergessen.

Die Maximalform dieses Vergessens wird im tierischen „Orgasmus“ angenommen, nun vielleicht auch in „Alzheimer“.

Leben und doch für einen Moment in der Starre zu verharren.

Der Schlaf auch als anscheinendes Symptom des Vergessens.

Richtig, die Zeit wird da ausgeschaltet im Traum, es gibt eine Abfolge von Szenen also doch wieder eine Bewegung, aber ohne sie messbar, voraussagbar zu machen.

Der Tod mit seinem oftmaligen Klammern ans Leben, an den letzten Atemzug, eher wenig geeignet.

Beim totalen Vergessen verschwindet auch der Moment, das Jetzt, weil er sich in den Anfang ausdehnt.

Wenn man weit genug in die Ferne zu blicken vermag tritt Gegenwart immer mehr zurück, man muss sich förmlich dazu überreden sich ihr hinzuwenden und braucht immer stärkere Stimula.

Jeder würde jetzt sagen,: ist es vielleicht nicht umgekehrt?

Egal, ohne Stimula würde die Gegenwart nur als solche bleiben oder der Gedanke an die unendliche Zeit einen jeden Moment im Keim ersticken.

Hinter der Ferne wieder eine Gegenwart zu finden und sich drin ohne Drang nach weiterem ausruhen zu können, – eine Illusion des müden Menschen, Asketen, Gläubigen.

Die Ahnung von so etwas könnte schon völlig genügen.

Gegenwart bedeutet sich mit etwas so intensiv zu beschäftigen das man die Zeit dabei vergisst!

11.09.2017

Sehn-sucht

Die unstillbare Sehnsucht.

Die Sehnsucht sucht etwas was nie vollständig zu finden ist, das Sehnen danach wird zur Sucht.

Die wenigen Momente die es Erfüllung findet, ist es vereint mit der Gegenwart, dem Körper und dem Gefühl, wo dann der Kopf endlich mal ausgeschaltet ist, kein Vorher und Nachher durchdacht wird.

Neben diesen wenigen Momenten frisst die Sehnsucht alles in einem kontinuierlich auf, es bleiben nur noch die Gedanken wie alles unerreichbar wird und zuende geht, wie wieder am Ziel vorbeigegangen wird, welches als Chimäre immerzu am Horizont leuchten möchte.

Doch Feuer kann nicht ewig brennen, es verzehrt sich und aus der Asche steigt kein Phönix empor, sondern bestenfalls die aufgewirbelten Partikel eines aufgelösten Ich, welches seine neuen tiefen Empfindungen wegwerfen musste, bevor sie ihm genommen wurden.

 

Ein Schritt in die Melancholie und Depression, – dann wenn man weiss das es keine zu haltende Lösung gibt.

So bleibt das Spiel und man hat zu lernen zu vergessen, – was war, was wird und was sein könnte.

Und da hilft am sichersten und besten der Tod.

Die immerwährende Bewegung ist genau genommen eine der grossen Sehnsüchte der Menschen, am besten zur Zeit dokumentiert durch die modernen Kommunikationstechniken, welche dauernde bewegung im virtuellen suggerieren.

Die Verknüpfung Aller mit Allen, ein kommunikationstechnisches Mittel zur Gleichschaltung von Konsumenten.

Den Willen, die Begierde der Masse eruieren, manipulieren und kanalisieren, – das Ziel der grossen Konzerne wie Google, Amazon, Facebook, Ebay etc. .

30.08.2016

Wert von Gedanken

Die unzähligen Gedanken, nie ausgesprochen, nie gewirkt, verpuffen im Selbst.

Die Verschwendung der Gedanken, ungebündelt, ungezielt – wieviel Zeit und Energie geht mit dem Gedankenwerk verloren!

Oder ist es nur Echo, Widerhall von schon all dagewesenen und wiederkommenden Varianten?

Vor- und Nachlauf, Prognose und Möglichkeit?

Die Gedanken sind assoziative Reaktionen auf den Ablauf von Wirklichkeit, Tat, Geschehen und Jetzt.

Die Momente wo wir nicht handeln schaffen Raum für die Sammlung und Streuung des bis jetzt Erlebten, gemischt mit den Visionen einer wahrscheinlichen oder unwahrscheinlichen Zukunft.

Aus Gedanken entstehen weniger als 1% Taten!

Verschwendung?

26.10.2014

Gedanken von Morgen

(Die wenigen tiefergehenden Überlegungen auf der Marokkoexpedition Herbst 2014)

 

Die Gedanken die noch kommen, werden mir fehlen.

Im Schatten der Berge, auf dem Meer strahlt noch die Sonne in den Himmel und die Dunkelheit steigt hier hernieder mit schalen Schatten

Zeitmacher des Geistes.

Blasen der Unendlichkeit setigen empor um im leeren Nichts zu verharren.

Überviele Fragen,

so das Schweigen beginnt die Fragen auszuradieren.

Die Konzentration auf einen Punkt schafft ein neues Universum und der Wille mit seinen unzähligen Wünschen füllt es aus bis zur ewigen Grenze des Alls, an der sich dann die Geister wieder scheiden werden.

Was hat mein Ich damit zu tun?

Das Ich denkt über sich selber nach und geht dabei den grösstmöglichen Umweg.

Die Wellen die sich selber ausbreiten am Strand, ohne Weg, nur Resultat.

Klatsch – und das wars.

Die Zeit ist abhängig von der Bewegung.

Die Energie, Masse auf einen dichten Punkt komprimiert erzeugt wenig Zeit, da sich nichts bewegt.

In der Ausbreitung, Diffundierung des Universums nimmt die Zeit immens zu, wie die Strecken von einem Punkt zum anderen.

 

Paradies und Hölle

Ein Paradies ohne Nöte, ohne Bedürfnisse ist ziemlich leer …

und die Tantalus Sage in der Unterwelt ist eine einseitige Definition der ewigen Wiederkehr als Schreckgespenst.

Aber genau durchdacht ist ein Elysium noch schlimmer!

Keine Aufgabe,, kein Wille, wenn jeder Wille schon vor dem Denken erfüllt ist.

Wenn ein Zyklus durchlaufen ist, dann enden die einzelenen Materiepartikel, Energieeinheiten nicht am letzten Punkt, wenn sie alles durchleben, aber in unterschiedlichen Varianten.

Die Wiederholung der Wellen kann nie eine identische Wiederholung in Form, Akustik und Optik sein.

Unmerkliche Unterschiede lassen ein Gleichsein nicht herstellen.

Das heisst die Variation ist stärker als die Imitation.

 

Was man hat, nimmt man nicht mit!

Was wird es noch sein?

Kommendes, wird es uns noch tief berühren, die Emotionen steigern, oder kommt mit Erfahrung, dem Alter und der philosophischen Erkenntniss der Bedeutungslosigkeit jeglicher Bewegung, nur die immer grössere Distanz zu allem Erleben?

 

Vielleicht noch die Geschichte mit der kleinen Katze

In einer kleinen ärmlichen Hafenstadt am Mittelmeer in der Nähe von Nador sah ich nahe dem Fischmarkt den Inbegriff des Elends.

Ein Katzenjunges, vielleicht einige Wochen alt stand an einem Markt in einer Kloake von fauligen Fischabfällen und ausgelaufenem vergammelten Obst in leichtem Nieselregen.

Reglos auf allen vier Beinen mit offenen Augen.

Ich ging vorbei und auf meinem Rückweg ca. 20 min. später stand die Katze immer noch so da, auf demselben Fleck.

Abgemagert das Fell zerzaust und von der Kloake und dem Regen durchtränkt, zu keiner Regung mehr fähig.

Wozu das Leben, taucht dann zwangsweise als Frage auf.

Dazu?

Zur Verkörperung extremten Elends und zur Darstellung übermässigsten Reichtums und Luxus?

Diesseits und jenseits des Wohlstandes.

Wer oder was entscheidet wo man sich befindet?

Die Zeit hebt alles Haben auf und kehrt es geradezu ins Gegenteil.

Oft genug aber hebt die Zeit auch nur das Elend auf, ohne es in sein Gegenteil zu verwandeln.

 

In einer Existenzspanne kann es keine Gerechtigkeit geben, deshalb vermutlich auch der Glaube an Seele, an Wiedergeburt, um der Hoffnung zu unterliegen, das alles Erlittene einst in sein Gegenteil umgewandelt wird.

 

Doch was sagt das für ein Leben aus?

Wenn es ungünstig läuft, es möglichst schnell zu beenden und auf neue Karten hoffen?

 

Nur die der Materie innenwohnende „Erinnerung“ an alle möglichen gewesenen Aggregatzustände, und das Hinüberreichen dann auch ins menschliche Bewusstsein gibt der trüben Gerechtigkeitshoffnung Raum.

 

Da wird das „Vergessen“ wohl stärker sein, damit jedes Elend und jedes Glück wieder vollständig neu erfahren wird.

Und man sollte nicht vergessen, wie oft schon im Spiel eine Zahl gegen jede Wahrscheinlichkeit extrem wiederholt oder auch sehr lange ausbleibt.

 

01.01.2014

Zwischen den Welten, oder kein deterministisches Faktum

Die Zeit gedacht neuerdings als von der Bewegung abhängig.

Materie die sich im Raum unruhig aufhält und wandelt.

Wäre sie starr könnte sie sich nicht ändern.

 

Wie kommt man beim ewigen Verändernn dazu etwas als Gegenwart zu empfinden?

Nur durch Vergessen.

Die Maximalform dieses Vergessens wird im tierischen „Orgasmus“ angenommen, nun vielleicht auch in „Alzheimer“.

 

Leben und doch für einen Moment in der Starre zu verharren.

 

Der Schlaf auch als anscheinendes Symptom des Vergessens.

Richtig, die Zeit wird da ausgeschaltet im Traum, es gibt eine Abfolge von Szenen also doch wieder eine Bewegung, aber ohne sie messbar, voraussagbar zu machen.

Der Tod mit seinem oftmaligen Klammern ans Leben, an den letzten Atemzug, eher wenig geeignet.

 

Beim totalen Vergessen verschwindet auch der Moment, das Jetzt, weil er sich in den Anfang ausdehnt.

 

Wenn man weit genug in die Ferne zu blicken vermag tritt Gegenwart immer mehr zurück, man muss sich förmlich dazu überreden sich ihr hinzuwenden und braucht immer stärkere Stimula.

Jeder würde jetzt sagen,: ist es vielleicht nicht umgekehrt?

Egal, ohne Stimula würde die Gegenwart nur als solche bleiben oder der Gedanke an die unendliche Zeit einen jeden Moment im Keim ersticken.

Hinter der Ferne wieder eine Gegenwart zu finden und sich drin ohne Drang nach weiterem ausruhen zu können, – eine Illusion des müden Menschen, Asketen, Gläubigen.

Die Ahnung von so etwas könnte schon völlig genügen.

 

Gegenwart bedeutet sich mit etwas so intensiv zu beschäftigen das man die Zeit dabei vergisst!

31.12.2013

Energetisches Vergessen

 

Alle Dinge bestehen aus energetischen Konstellationen, diese hält eine Erinnerung zusammen, welche dann zu einer mehr oder minder beständigen Form führt.

 

Die Frage bzw. Hypothese Nietzsches der „Ewigen Wiederkehr des Gleichen“ setzt hier an und sieht in der Unendlichkeit aufgrund begrenzter Energie im leeren Raum eine endliche Abfolge von Konstellationsmöglichkeiten.

Da bleibt immer noch kritische Hinterfragung der These offen, ob Energie nicht genauso unendlich wie Raum sein kann.

Selbst wenn sie das wäre, würde im Laufe der unendlichen Zeit eine Wiederholung von Zuständen, Konstellationen sehr wahrscheinlich.

 

Es wären grössere und kleiner werdende Kreise denkbar, wo jeder „Ausbruch“/neue Konstellation nur eine Verlängerung des Kreisumfanges darstellen würde.

 

Die seltsamen Deja-vu – Erlebnisse könnten da auf so etwas hindeuten, wo energetisches Vergessen nicht vollständig ist.

 

Im Kleinen undeterminiert was die Möglichkeiten, Variationen betrifft, im Grossen eher festgelegt auf das Schliessen eines mehr oder weniger grossen Kreises.

Dem Wunsch zu einem grossen ja anscheinend unendlich anmutenden Kreisumfang  liegt die Motivation zugrunde der Kreisbahn, Wiederholung, Determination aus dem Weg zu gehen, und da setzt das Vergessen im Grossen an, aber es gelingt nicht vollständig.

Im Kleinen ist es einfach, die Erinnerung an einen Zusammenhalt der einzelnen  Energiepartikel welche ein Leben oder Ding manifestieren lassen im Laufe des Alterns, der Zeit, nach und die Auflösung beginnt.

Wir, als Menschen haben Erinnerungen welche unser Ich erst formen und gestalten.

Das Vergessen kann die Treue zum Ich steigern um nicht abgelenkt zu werden.

Das Vergessen kann überhand nehmen bis ur Krankheit (Alzheimer), Ich – Verlust und zellulärem Tod.

 

31.12.2013

Zwischen Geburt und Leben

 

Wie kommt es, daß man mit Widerwillen in die eigene Zeit geboren, mit Abneigung in ihr aufwächst?

 

Aus dem Vergleich mit der idealisierten und unwirklichen Vergangenheit?

 

Oder aus der instinktiven Abwehr gegen die Vermarktung jeglichen Gefühls unter dem Dienst einer Obrigkeit?

 

Damals, es war greller, aber man konnte weniger sehen. Heute sind die Augen geweitet, man sieht die Fäden.

Schicksale sieht man ihrem Untergang entgegenfiebern.

Träume verpuffen in der Masse des grauen Nebels.

Die Weite hat immer noch ihren schlingenden Schlund geöffnet, im Kreis läuft alles weiterhin.

 

Zeit ist kein Maßstab, die Momente gleichen sich in der Richtung.

Freiheit ist wohl im Moment der Geburt und des Todes.

Die zwei zustrebenden Richtungen.

 

“Vergessen eine göttliche Kunst”

 

Leider muss man dazu auch die Augen schließen.

 

Das Leben überrennt die Momente und bildet die Erinnerung.

 

Schatten und Licht, das eine blendet, anderes schwärzt.

 

Die mögliche Leere schafft Angst, in der bangen Erwartung wird schon vollzogen.

Der Kampf gegen die Angst, das Mittel die Sicherheit, das gewollte Ziel die

Freiheit, das erworbene die Gewohnheit.

 

Bewegung erstarrt zum Mechanismus, Wärme zu Asche.

Räume sind kurz, wie das Leben lang.

Gelebte Träume sind schwer, und geträumtes Leben leicht. Die Übergänge das einzig Feste.

Wir haben “nur” Angst vor dem Tod und spüren kaum wie wir sterben.

Vergessen, die göttliche Kunst, bezieht sich auf die Resultate, nicht aber auf die Vorgänge.