27.12.2018

Der Moment, die Erinnerung und das Vergessen

Zwischen den Welten, oder kein deterministisches Faktum

Die Zeit gedacht neuerdings als von der Bewegung abhängig.

Materie die sich im Raum unruhig aufhält und wandelt.

Wäre sie starr könnte sie sich nicht ändern.

Wie kommt man beim ewigen Verändern dazu etwas als Gegenwart zu empfinden?

Nur durch Vergessen.

Die Maximalform dieses Vergessens wird im tierischen „Orgasmus“ angenommen, nun vielleicht auch in „Alzheimer“.

Leben und doch für einen Moment in der Starre zu verharren.

Der Schlaf auch als anscheinendes Symptom des Vergessens.

Richtig, die Zeit wird da ausgeschaltet im Traum, es gibt eine Abfolge von Szenen also doch wieder eine Bewegung, aber ohne sie messbar, voraussagbar zu machen.

Der Tod mit seinem oftmaligen Klammern ans Leben, an den letzten Atemzug, eher wenig geeignet.

Beim totalen Vergessen verschwindet auch der Moment, das Jetzt, weil er sich in den Anfang ausdehnt.

Wenn man weit genug in die Ferne zu blicken vermag tritt Gegenwart immer mehr zurück, man muss sich förmlich dazu überreden sich ihr hinzuwenden und braucht immer stärkere Stimula.

Jeder würde jetzt sagen,: ist es vielleicht nicht umgekehrt?

Egal, ohne Stimula würde die Gegenwart nur als solche bleiben oder der Gedanke an die unendliche Zeit einen jeden Moment im Keim ersticken.

Hinter der Ferne wieder eine Gegenwart zu finden und sich drin ohne Drang nach weiterem ausruhen zu können, – eine Illusion des müden Menschen, Asketen, Gläubigen.

Die Ahnung von so etwas könnte schon völlig genügen.

Gegenwart bedeutet sich mit etwas so intensiv zu beschäftigen das man die Zeit dabei vergisst!

27.12.2018

Schlussfolgerungen über die Ewigkeit

Jetzt spricht Zurvan

Denken wir von dem was kommen wird?

Oder von dem was war?

Oder gar davon was ist?

Das, warum es ist, liegt gleichermassen in der Vergangenheit und Gegenwart.

Also, wenn wir reden, so von dem was erklärt warum etwas so ist, – die Genesis.

Und es ist so, weil es auf dem Weg in einer erwarteten Zukunft liegt, von deren Abklatsch wir unter Kompromissen das für uns Bestmögliche gemacht haben.

Das Jetzt ist eines von unendlich Vielen die in der Vergangenheit waren und in Zukunft sein können, als immerneues Werden.

Und es ist deshalb jetzt, weil es nie Bestand hat in der Zeit, und vergehen muss, um Kraft und Platz für neues Werden zu geben.

So habe ich meine Rede beendet und werfe all die Dinge die ich vermeinte halten zu wollen, vor und hinter mich.

Denn die Dinge zu bekommen ist schöner als sie zu haben!

Vergiss den Moment nicht, wenn du ihn für die Zukunft opferst bleibt nur die Vergangenheit.

Du bist ein Teil von allem, aber nicht wenn du lebst!

Du kannst nicht so handeln wie du denkst, aber das Denken kann dein Handeln begleiten.

Das letzte in einem Leben wird selten die Tat sein, eher ein Gedanke.

Das erste im Leben ist die gedankenlose Tat.

Die Welle bricht, eine von unendlich vielen, sie türmt sich auf vor dir, du kämpfst dich durch, oder wirst mit ihr mitgerissen, oder lässt dich in ihr an Land treiben.

Wie die Gischt des Lebens umhüllt dich weisser schaumiger Dunst, immer neu treibts dich irgendwo hin.

Deine Kämpfe sind vergebens, denn Woge auf Woge kommt dir unerbittlich entgegen.

Und wenn du weit genug hinaus gerätst breitet sich unendliche Fläche aus.

Du mittendrin, unerfasst, unbestimmt.

So das Ich im Leben, wenn es seine kleinen Kreise verlässt.

Könnte die Zeit enden, dann wäre alles umsonst gewesen.

Denn nur das Wiederkehrende bleibt in seiner Wiederkunft

durch das andauernde Verschwinden.

Ob oder ob nicht, das ist doch obsolet.

Aus jedem Gedanken erwächst eine Kette von Vorstellungen, Bildern, Empfindungen, je nach Stimmung auf die Vergangenheit oder Zukunft gerichtet.

Wie Dominosteine purzelt das Denken an einer assoziativen Linie entlang.

Diese wird immer wieder durchschnitten mit pragmatischen körperlichen Handlungen und Bedürfnissen, wie Schlaf, Nahrungsaufnahme, Schmerz, Wärme, Käte etc.

Unendlich könnte die Reihe der Assoziationen sein, wenn sie nicht gestoppt wird.

Aber die Zahl der auf sie gründendenen Wahrnehmungen, mit der dann die ganze Phantasie spielt, – ist begrenzt, theoretisch rechnerisch zu ermitteln.

Aber die Kombinationsmöglichkeiten unter verschiedenen zeitlichen Voraussetzungen?

Im Wahnsinn des Geistes werden Wege zu Zielen gebaut, die einer gar nicht so absurden Hoffnung entspringen, dem Wunsch das alles mal so werden wird, wie es man sich in den kühnsten Phantasien ausgemalt hat.

– Verdächtig!!

Denn dann erscheint auch das Weltbild einer unendlichen Vielfalt mit Variationen von Wiederholung wie der Wunsch als Vater des Gedankens.

Rue de Noire

Und alles was ich denke, bin ich, werde ich gewesen sein. (frei nach Descartes)

28.08.2018

Erinnerungstechnologie

Die Möglichkeit der Rekapitulation, der Wiederholung war einst einzig dem Gedächtniss, dem Erinnern vorbehalten.
Mit Sprache begann die Überlieferung von Vergangenem, dann folgte das Bild fast parallel mit Schrift. Es kam das Grammophon, das Foto, der Film, das Video, die Entdeckung der immer perfekteren akustischen und visuellen Aufzeichnung.
Mit diesen Trägern der Erinnerung wuchs eine Unmenge von Material heran, im privatem wie im öffentlichen, Bücherschränke, Bildergalerien, Fotoalben, Schallplattensammlungen, CD Ständer … .
Das alles ist mittlerweile weitgehend überholt und Geschichte.
Kaum noch einer stellt sich die Räume zu mit alten Aufzeichnungen, alle vertrauen dem Inter-netz wo alles vergangene perfekt gespeichert ist.
Selbst heimische PCs, Tablets Iphones was auch immer, werden kaum noch zur Speicherung von (persönlichen) Erinnerungen, begehrten Filmen, Fotos etc. benutzt, da alles auf Internetzservern gespeichert abgegeben wird, in Datenwolken, Fotospeichern ….
Die Datenabfrage, bisher getrennt von Persönlich und öffentlich, vermischt immer mehr mit den sozialen Netzwerken und die unaufhaltsame freiwillige Entblössung des Menschen nimmt bisher zur Durchsichtigkeit zu. Da alles recherchierbar ist, Videokameras alles mögliche im öffentlichen und privaten Bereich festhalten, wird der einzelne Mensch sich immer mehr der freiwilligen Unscheinbarkeit hingeben, da jeder Auf- ein Fehltritt sein kann und das Ziel wird der leere Mensch sein, der gar nichts mehr zu verbergen hat.
Geschürte Angst durch den Missbrauch sozialer Netzwerke und parallel gesteigerte amtliche Überwachung und Kontrolle machen den Menschen zur berechenbaren Maschine.
Der nächste Schritt ist nicht mehr weit entfernt, auch die Erinnerungen, Vergangenheit zu kontrollieren und später zu modifizieren und zu manipulieren, um die Zukunft planmässiger steuern zu können, zum “Wohle” der sich über 8 Millarden vermehrenden Maschinenmenschen.
Es könnte ein chinesisches Prinzip werden, “Die Kontrolle der Zukunft liegt in der Vergangenheit”.

Die andere Seite ist die Stagnation des Denkens, Wahrnehmens, wenn alle Vergangenheit immer präsenter wird, so erdrückt sie irgendwann die Möglichkeiten der Zukunft, und die Gegenwart wird der leerer Raum wo Erinnerungen mit Urwünschen gepaart nur noch funktionale Resignation erzeugt.

Richtungen sind in der Unendlichkeit unwirklich bzw. münden in Kreisen, Ellipsen.
Jede gerade Richtung wird durch die Zeit gekrümmt, bekommt auf Dauer den Schlag nach hinten, zurück zum Beginn der Regungen.
Das Leben als Pfade im unendlichen Labyrinth der Formen und Gestalten, metamophorisch dort hineinschlürfend  verirren wir uns in immer verwirrenderen Beschränkungen, haben Wege gefunden, Richtungen eingeschlagen, die alle enden!
Die Aussicht bleibt, aber das Vermögen einen Weg endlos weiterzuwandern erlischt.

Das Bleibende sucht man vergeblich in den Weiten des Universums.
Über lang oder kurz unterliegt alles dem ewigen Wandel der andauernden Veränderungen.
Das sich gelegentlich Wiederholende wird irrtümlicherweise als Bleibendes verstanden und so gesucht.
In die Hand genommen ist das Wiederholte so vergänglich wie schmelzendes Eis im heissen Sommerwind.

16.01.2018

Kulturvielfalt und Moderne

Die Menschen haben sich immens vermehrt und verteilt auf der Erde seit ihrer Entstehung.

Bevor die Industrialisierung begann, haben sie sich ohne globale Absprachen untereinander, globalen Regeln und Kompromisse relativ isoliert auf den mehr oder minder fruchtbaren Teilen der Erde angesiedelt und in ihrer Eigenart gemäss den geographischen Bedingungen entwickelt.

Die ersten Entdeckungsreisen im Vorfeld der beginnenden industriellen Zivilisation haben die Neu – GIER entfacht, andere unbekannte Waren, Methoden und Regelwerke zu bekommen, teils freiwillig im Austausch, oft über den Zwang durch die mit Militärmacht bekehrende Religion im Gefolge der Kaufleute.

Ab ca. 1850 begannen sich mit der modernen Kommunikations- und Verkehrstechnologie Standards auf vielen Teilen der Erde einzubürgern (Telegraphie, Schiffs- und Postlöinien, internationale Verträge etc.)

Dies hat in Folge zu einer Angleichung der Kulturen geführt, in den Gebräuchen, Sitten und Handlungsweisen.

Mit dem Ansteigen der menschl. Population auf nunmehr 8 Milliarden sind die lokalen Eigenheiten weitgehend in den Hintergrund getreten, und haben einer einheitlich gesteuerten Wunschwahrnehmung und Zielsetzung Platz gemacht.

Amerikanisch als globales Sprachmittel, das Mobil, Ei oder sonstwie Fone mit 24 std. Internetanschluss als interaktives allumgreifendes Kommunikationsmittel, und die Massenprodukte der Monopolgesellschaften überall auf der Erdkugel zugänglich.

Es sieht so aus, als ob ab einer gewissen Populationsgrösse, wenn der Raum und die Ressourcen eng werden, die individuellen und geographischen Eigenarten verschwinden, und nur noch ein grosser Massenbrei träge als Sklave den Grosskonzernen dient.

Alles unter dem Aspekt des „Wohlstandes“.

Dazu sagte Nietzsche einmal ganz passend: „Der Wohlstand, die Behaglichkeit, die den Sinnen Befriedigung schafft, wird jetzt begehrt, alles Welt will vor allem das, folglich wird sie einer geistigen Sklaverei entgegengehen, die noch nie da war.“ (Nachgelassene Fragmente 1881)

Aktuell dazu: “Denn der Kampf gegen das Alter bringt den höchsten Wert unserer gegenwärtigen Kultur zum Ausdruck: den Wert des menschlichen Lebens.”

https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article172360882/Konsumgesellschaft-Ein-Zeitalter-in-dem-alle-perfekt-leben-wollen.html

Die Gefahren, Ängste, Freuden und Überraschungen werden in den virtuellen Bereich verlagert.

Das wirkliche Leben und Erleben bleibt auf der Strecke, im Gefängniss der bevormundeten und aufgezwungenen Sicherheit!

Mit der Massentierhaltung hats angefangen und mit der Massenmenschenhaltung wird’s enden.

11.09.2017

Sehn-sucht

Die unstillbare Sehnsucht.

Die Sehnsucht sucht etwas was nie vollständig zu finden ist, das Sehnen danach wird zur Sucht.

Die wenigen Momente die es Erfüllung findet, ist es vereint mit der Gegenwart, dem Körper und dem Gefühl, wo dann der Kopf endlich mal ausgeschaltet ist, kein Vorher und Nachher durchdacht wird.

Neben diesen wenigen Momenten frisst die Sehnsucht alles in einem kontinuierlich auf, es bleiben nur noch die Gedanken wie alles unerreichbar wird und zuende geht, wie wieder am Ziel vorbeigegangen wird, welches als Chimäre immerzu am Horizont leuchten möchte.

Doch Feuer kann nicht ewig brennen, es verzehrt sich und aus der Asche steigt kein Phönix empor, sondern bestenfalls die aufgewirbelten Partikel eines aufgelösten Ich, welches seine neuen tiefen Empfindungen wegwerfen musste, bevor sie ihm genommen wurden.

 

Ein Schritt in die Melancholie und Depression, – dann wenn man weiss das es keine zu haltende Lösung gibt.

So bleibt das Spiel und man hat zu lernen zu vergessen, – was war, was wird und was sein könnte.

Und da hilft am sichersten und besten der Tod.

Die immerwährende Bewegung ist genau genommen eine der grossen Sehnsüchte der Menschen, am besten zur Zeit dokumentiert durch die modernen Kommunikationstechniken, welche dauernde bewegung im virtuellen suggerieren.

Die Verknüpfung Aller mit Allen, ein kommunikationstechnisches Mittel zur Gleichschaltung von Konsumenten.

Den Willen, die Begierde der Masse eruieren, manipulieren und kanalisieren, – das Ziel der grossen Konzerne wie Google, Amazon, Facebook, Ebay etc. .

27.04.2017

Schleier der Zivilisation

Abschied nehmen , ist etwas, was wir beizeiten lernen könnten.

Er wird erschwert durch die Dauer der Gewohnheit und durch die Illusion eines richtig eingeschlagenen Weges.

Es gibt weder Dauer noch Recht, es ist ein Spiel der Formen, das Leben, grenzen- zweck- und zeitlos verwoben im Netz der unendlichen Möglichkeiten, aus welchem wir nur wenige als Realitäten zu schöpfen vermögen.

Und dann sind es auch nur unsere individuellen Realitäten, für Andere sieht das alles fremd und seltsam aus, weil sie das Leichentuch der konstruierten Alltäglichkeit und Normen darüber ausgebreitet haben.

Sie sagen, so tief kann man doch gar nicht sinken, ich sage, so flach muss man doch gar nicht werden!

14.12.2016

Konsequenter Nihilismus gegen den verderbenden Einheitsgedanken

Über mein Ich habe ich sehr viel, vielleicht zuviel geschrieben, aber es ist das was wahrnimmt mit all seinen Werkzeugen, Verbinfungen knüpft und Schlussfolgerungen auf sich selber zieht. Es erholt sich nur selten in den kosmischen Fragen von unendlichem Raum und Zeit. Denn nur dort ist es aufgelöst, fern, nicht mehr als Sklave der Zeit nur vertikal ausgerichtet, denn auch die Erinnerung ist nur vertikal zu verstehen.

Was nicht mehr ist, hat man gesehen.

Was kommt, ahnt man.

Was ist, weiss man.

Was man will wird dem Alter unzugänglich, ausser man nimmt Abstand vom Körper und Körperlichem, – also bleiben dann nur noch die geistigen Getränke!

Letztere können zweierlei bewirken, entweder das Versinken in sich selbst oder das Auflösen in der Ferne von Raum und Zeit, und auf dem Weg zu einer Richtung entstehen manchmal interessante Gedanken.

Wieviel Dinge, Beziehungen, hat man im Leben angefangen, und wie wenig ist daraus entstanden!

Das zeigt auch das Gemeinschaft eine Illusion ist, gefüllt mit leeren Versprechungen.

Verantwortung, ein lächerliches Wort, da klingt schon diensteifrige Reue mit.

Wenn man zu seinem Ich und zu seinen Taten nicht jederzeit ja sagen und dazu stehen kann, sollte man gleich aufhören zu handeln!

Die üble Schimäre von einem Ziel möchte immer, besonders von gesellschaftlicher Seite, wie ein Damoklesschwert, das Leben vergällen, – das lasse ich nicht zu!

Auch wenn ich zu Beginn meines Bewusstseins das Hangeln nach Zielen eingeprägt bekam, im Laufe der Zeit habe ich verstanden das es kein wirklich dauerhaftes Ziel gibt.

Zwar ziehen die Steine, die in den See hineingeworfen werden ihre Kreise, aber auch viele Steine versinken im Sumpf und gehen ohne Auswirkungen einfach unter.

Die Illusion, so wichtig sie ist für das Handeln, wird einst gebrochen werden und das grosse Spiel beginnt wieder von Neuem.

Zu Lebzeiten dies zu Erkennen macht die Würze des Handelns aus, da schwingt dann mehr als ein Hauch von Freiheit mit.

Freiheit, einen Weg von vielen zu wählen ohne ihnen zwingende und nachhaltige Folgen beizumessen, den all die Wege werden wir sowieso im Laufe der unendlichen Zeit vergessen.

Das ich heute darüber nachdenke, ist kein Beleg für ein irgendwie geartetes kosmisches Bewusstsein, nur eine Form der Ahnung der nie enden wollenden Vielfalt möglicher Konstellationen.

Und selbst wenn das Leben eines, meines Ichs einmalig wäre, würde es dasselbe bedeuten, nämlich nichts!

Deshalb ist die wahre Philosophie, wie Platon sie charakterisiert, Einübung ins Sterben.

Zu verstehen das man stirbt um dem ewigen Wandel Platz zu lassen.

Das wäre dann ganz theosophisch ausgedrückt, der Gott welcher sich aus Langeweile zerteilt hat, in einzelne kleine meist unbefriedigte Partikel, welche nach der Zerteilung nie mehr zusammenfinden können. Das wäre die eigentlich Erbsünde welche so ein imaginärer Gott begangen hätte.

Deshalb ist die Idee eines solchen, sich selbst sprengenden Gottes genau so unsinnig wie ein gelangweilter, allmächtiger in sich selbst zuckender Gott.

Dies ist vermutlich die schrecklichste Illusion der Menschen, anzunehmen das es ein ursprünglich Eines gäbe, das ist wahrer Irrglaube, da war der Wunsch der Vater des Gedankens, ein Wunsch der NUR aus dem Bewusstsein der Sterblichkeit entstand.

Und deshalb gebären die Menschen sich als Huren der Zeit, um dem imaginären hypothetischem Einen zu huldigen, Pflichten und Gründe in ihrer Vergänglichkeit zu finden, welche nichts anderes sind als Ohnmacht vor der so erst entstandenen Einsamkeit.

31.10.2016

Neuzeit

Kritik der menschlichen Gesellschaft, gebündelt

Die ganzen modernen scheinheiligen Hipster Grossstadtsklaven mit ihrem so selbstgerechten , umweltbewussten und liberal rücksichtsvollen Getue wissen gar nicht wie tief innerlich sie das Leben verleugnen, wie Büsser und Geissler im Mittelalter.

Genau diese neue softe Schein- und Scheissgeneration um die 30 , welche Öko und Bio vor sich her als Galionsfigur trägt, schafft in den Städten an wie billige Nutten für die Grosskonzerne, Nestle, Kraft, Anheuser-Busch, Microsoft ….

Damit diese jede kleinindividuelle Produktion von Nahrungsmitteln unwirtschaftlich werden lassen durch Dumping Preise für Massen-, Mono-, Treibhauszuchtkulturen.

Diese Generation und folgende arbeiten in den Grossstädten fleissig an der Verleugnung ihrer Ideale, welche sie sich nichtmals selbst erschaffen haben, sondern durch eine unglaubwürdige grüne Nesthäckchenkultur ala Joschka Fischer ihnen als Kinder der Nachbiohippies aufgedrängt wurde.

Alles hängt im wesentlichen mit den modernen Kommunikationsmitteln zusammen, welche ihre suggestive Werbung für unnötige Konsumgüter aller Art den Menschen stündlich einprügeln, ganz nach alter amerikanischer Schule die Menschen solange betäuben bis sie nichts anderes als das dauernd Angebotene haben müssen.

Globalisierung

Wir haben hier das globale Problem des Globalismus, wo er mit Geld auftaucht vergiftet er die landestypische Kultur bis nur noch American Fast Food, Grosskonzerne mit ihren Supermarktketten, chinesische Autos mit deutschen Markennamen, plastikgestylte zentralbeheizte und klimatisierte im Euroremontlook verunstaltete Apartements in Wohnblöcken und gleichgeschalteten Siedlungen, marmorne Banken und Parkanlagen, Handlangerjobs als Dienstleister für die reiche Oberschicht, bleiben.

Bodenständiges Leben verschwindet und macht ausländischen Grossagrarfirmen mit Monokulturen Platz,

Alle jungen Leute wollen in die Städte um dort den über Iphone, Filme, Internet und Fernsehen propagandierten globalen, eigentlich amerikanischen, Lebenstraum zu verwirklichen.Die meisten werden auf der Strecke bleiben, als billige Dienstleister im Schichtdienst an den Rand der Stadt in die meist noch sozialistisch schlecht aufgepeppten Wohnblöcke gepresst. Dann hadernd mit all ihren eingebildeten oder in der Stadt erworbenen Allergien, Phobien, Essensstörungen …

Den Trampelpfad der Gewohnheit und Systemprägung mehr oder minder entlangstolpernd, mit Familie vielleicht, wo die Kinder nur noch die Tiere im Zoo kennen und Essen aus den buntverpackten Supermarktregalen in der Mikrowelle lauwarm erhitzt.

Wohlstand

Was ist diese Sucht nach sogenanntem Wohlstand?

Wovon wird geredet wenn man über Wohlstand spricht?

Bisher gilt er nur für die „Auserwählten“ die zur richtigen Zeit am richtigen Ort von vermögenden Eltern gezeugt werden.

Zum anderen ist er selbst als Glücksbringer sehr fragwürdig!

Wenn man 30 verschieden Deos hat, 20 Paar Schuhe, jeden Tag zweimal duscht und sich dreimal täglich die Zähne mit neuester Med-technik putzt, und soviel Snickers fressen und Cola in sich reinschütten kann wie man will, dann ist das ein elementarer Teil dessen was als Wohlstand verkauft wird.

Mit dem dazugehörigen Apartment, Küchen- und Waschgeräten, Flachbildschirmen, I-phones und alles auf dem neuesten Stand, und vielleicht noch einen sparsamen Kleinwagen neusten Modells mit Stellplatz, welcher in der Anschaffung und Erzeugung gar nicht so energieeffizient war wie er vorgab und man es sich schöngerechnet hat.

Dann natürlich noch die Altersvorsorge damit auch mit 70 noch elanvoll elastisch, jugendlich chirugisch plastisch man durch und mit Medizin über die Erde trudeln kann.

Meist aber völlig abgestumpft mit pseudointeressierter Miene nur nach den gewohnten sterilen Mustern reist.

Das nennt sich dann ein mit Wohlstand ausgefülltes Leben.

Zu Beginn schon verplant, meist als Handlanger der immer grösseren Monopolkonzerne im 8 Std. Tag fremdbestimmt und fremdgelenkt.

Nix mit Selbstbestimmung, vielleicht noch beim einheitlichen Fernsehprogramm oder der Chipstüte, sondern unter dem Diktat des Wohlstandes wird der Zeit und dem Geld hinterhergerannt.

Und dann der potenzierte Irrsinn, das auf bald 8 Milliarden Menschen ausdehnen zu wollen, erst weil man daran verdienen konnte, und dann weil als Folgeerscheinung der modernen Werbung und Kommunikationsmittel man dies tun muss, wenn nicht der Wohlstand von den dritte Welt Ländern in bürgerkriegsähnlichen Verhalten den Westen und seine Wohlstand destabilisieren soll.

Wenn die ärmste Familie in Afrika manchmal Zugang zum Internet oder Fernsehen hat, kommt der vor allem dort jüngeren Generation der einfache Gedanke, wie auch in Europa, da Werbung psychologisch gleichermassen prägt und wirkt: „Das muss ich auch alles erreichen und haben!“

Anstatt in Europa z.B. als Wiege abendländischer Kultur mal den Kehrweg einzuschlagen und öffentlich zu fragen:

Was brauchen wir eigentlich alles nicht wirklich?“

und es dann über Bord werfen.

Es ist vermutlich die innere Leere der ersten Welt Menschen, welche sie zu füllen, oder nicht zu empfinden, nur mit immer neuem Tand in der Lage sind, nebenbei hält das dann auch die Wirtschaft also die Grosskonzerne und deren Geldköpfe am wachsen, macht die Reichen also noch reicher.

In der 2. und 3. Welt konnten die Menschen mit Wenig zurechtkommen und hatten gar nicht mal das Gefühl von Armut, da ihnen früher der Vergleich fehlte.

Den haben wir ihnen erst eingebläut, zu Beginn mit Kolonialisierung unter religiösem Alibi, dann mit Tourismus und schliesslich mit den modernen Medien und den folgenden Filialen der Grosskonzerne in weitgehend allen Staaten.

Erziehung

Erst kommt der Hort bzw. Vorkindergarten, da in der modernen Familie ja beide berufstätig sind. Man gibt also ein gewolltes Kind gleich ab an bezahlte Fürsorge die einfach nur ihren Job gegen Entgelt machen.

Dort lernt es erstmal Eingliederung in die allgemeine Mengte, damit diese Horde von Kindern leichter zu „managen“ ist. Es lernt als erstes Befehlen zu gehorchen und dann Regeln zu beachten.

Die Regeln ergeben sich nicht aus den jeweiligen Situation sondern wurden vorher von Sorgern aufgestellt zur Vorbereitung und Nutzbarmachung für eine Gesellschaft der Verpflichtungen und im Interesse des geregelten Ablaufs des Kindergartens.

Dann die Schule mit den ach so wichtigen Noten um Individuen (soviel davon noch übrig ist nach dem Kindergarten und der Vorschule) zu klassifizieren, zu sortieren nach ihrer Brauchbarkeit für die spätere gesellschaftliche Produktivität. Nicht das die Fächer und Noten später eine besondere Bedeutung fürs Leben haben es geht nur ums aussieben, wer ist brav und fleissig, der darf später mehr verdienen da er dann die richtigen Fächer mit Erfolg studieren kann, ob er das selber wirklich will oder nicht ist völlig nebensächlich.

Das Studium einst weniger gedacht aber oft genutzt als Zeit zur Selbstentdeckung und Selbstbestimmung, als experimenteller Versuch, ist heute nichts anderes als die Fortsetzung der Schule mit all dem überregelten Lehrplan welcher für Freiheit und -zeit keinen Platz mehr lässt. Und danach hats aber ganz schnell in einen „geregelten“ Beruf zu gehen, wer nach einem Jahr das nicht geschaftt hat kann sich mit den anderen „Loosern” die befristeten Aushilfsjobs teilen.

Sport und Freizeit

Man vergleiche und besuche mal die kleinen Cafes und Kneipen am Rande der Stadt oder in der Nähe der immer weniger besuchten Freimärkte mit den Einkaufs-“Malls“ im Zentrum, und wird feststellen das dort wesentlich weniger Flachmenschen vor ihren Miniaturbildschirmen hängen, tief im Netz versunken, als in den modernen gestylten Sportcafes die die Alt-innenstädte überschwemmen mit ihren Monsterbildschirmen der grenzenlosen monitären Verdummung, wo rund um die Uhr dieselben eintönigen Spiele in bunten Farben ablaufen.

Könnte man bald eigentlich auch wieder demontieren mit samt ihren Lautsprechern, da 90% der dortigen Insassen sowieso verstöpselt auf ihren Kleinbildschirmen rumfingern um wahrscheinlich das selbe Spiel dort zu sehen mit dem orgiastischen Genuss ich habs auch.

Fazit

Eine Gesellschaft deren Konformität sich über die Erde wie ein Leichentuch ausbreitet.

In ihrer materiellen und zahlenmässigen Vermehrung keine Grenzen kennt.

Die Städte bis zur vollständigen Ausdehnung mit hörigen Tandsklaven füllt.

Das Land mit Monokulturen bebaut und einige kleine Flecken darin für die Oberschicht abgrenzt.

Die Sterne erreichen will und im virtuellen kommunikativen Sumpf endet.

Den Tod besiegen wollte mit Ruhm, Familie und Nachkommenschaft und das Leben verkauft hat.

30.08.2016

Wert von Gedanken

Die unzähligen Gedanken, nie ausgesprochen, nie gewirkt, verpuffen im Selbst.

Die Verschwendung der Gedanken, ungebündelt, ungezielt – wieviel Zeit und Energie geht mit dem Gedankenwerk verloren!

Oder ist es nur Echo, Widerhall von schon all dagewesenen und wiederkommenden Varianten?

Vor- und Nachlauf, Prognose und Möglichkeit?

Die Gedanken sind assoziative Reaktionen auf den Ablauf von Wirklichkeit, Tat, Geschehen und Jetzt.

Die Momente wo wir nicht handeln schaffen Raum für die Sammlung und Streuung des bis jetzt Erlebten, gemischt mit den Visionen einer wahrscheinlichen oder unwahrscheinlichen Zukunft.

Aus Gedanken entstehen weniger als 1% Taten!

Verschwendung?

30.08.2016

Einseitige Vielfalt

Gegensätze bestehen nur durch ihr Gegenteil.

Kurz nicht ohne lang, heiß nicht ohne kalt.

Schwer nicht ohne leicht.

Unendlichkeit nicht ohne Begrenzung.

Gut nicht ohne Böse.

Freund nicht ohne Feind.

Gesellschaft nicht ohne Individuum.

Explosion (Bigbang) nicht ohne Implosion.

So, und nun meinen die Menschen nur einer Seite zum Sieg verhelfen zu wollen, z.B. dem Guten, der Menschlichkeit, dem Vertrauen, der Ehrlichkeit, dem Frieden, der Unsterblichkeit …

Blanker Irrsinn den Gegenpol vernichten zu wollen um den „guten“ Pol zu behalten, nichts bleibt übrig wenn eine Seite die völlige Oberhand gewinnt.

Die christliche Religion wie viele andere Religionen hat den grossen Denkfehler begangen die dunkle, schlechte Seite vernichten zu können, womit sie sich selber ad absurdum geführt hätte.

Da fragt man sich manchmal, ob man nicht sagen müsste „leider“!

Keine Bewegung ohne Polarität, Stillstand in der Einheit die sich nicht mehr entfalten, da sie keinen Gegenpol, keinen Gegenraum mehr findet.

Der perverseste Wunschtraum menschlich moralischen Denkens!

Einheit bedeutet Einseitigkeit, Verantwortung bedeutet Destruktion des Individuums.

Einheit, die Abwehr der Vielfalt.

Das umgekehrte Argument wäre zutreffend, wenn nur Vielfalt gefordert und bestärkt würde.

So beginnt aufs neue der Kampf des Chaos gegen Ordnung, nachdem diese zerstört ist bildet sich wieder eine neue Ordnung oder dieselbe und wird wieder zerstört!

Das Gleichgewicht, die Mitte ist irreale Fiktion entsprungen der Müdigkeit und Schwäche des Menschen.