02.05.2026

Egalität

Das Dunkle und das Helle wird immer sein, mal gewinnt das eine mal das andere die Oberhand. Man wird beides ausleben, je nach Geduld noch in allen kleinsten Variationen. Und es wird Momente geben, wo das derzeitige Bewusstsein dieses unendliche Spiel erfasst und müde wird.

Alles muss verbessert, verschnellert, weiter perfektioniert werden, ein sinnloser Kampf gegen die Zeit welche alles zerdeppert. Etwas erreichen zu wollen liegt in der Natur vermutlich jedes Lebewesens, jeder Pflanze. 

Diese Aufgabe scheint im Lebenstrieb inbegriffen, das Lösen von Problemen zu sein. Was wir kurzfristig auch für eine kleine Periode erreichen können, aber keine Dauer hat. Also gewissermaßen eine völlig überflüssige Tätigkeit in der unendlichen Zeit.

Das Aufbäumen, eine Tätigkeit die nur mit dem Wunsch zur Freiheit verbunden werden kann. Man nannte es immer Kriminalität aber vielleicht war etwas anderes dahinter. Freiheit und Geld.

Freiheit mit weniger Geld könnte mehr wert sein als viel Geld ohne Freiheit. Wer zahlt bleibt sauber.

Alles ist nichts, deshalb gibt es nicht alles sondern immer nur Häppchen für eine kurze Weile oder eine Langeweile. Sich begnügen ist ein Anspruch welcher in Zeiten der Gier und Repräsentation ein schwerer Weg ist. Eine genügsame Auswahl in seinem Leben treffen zu können ist eine Kunst, an welcher ich immer noch arbeite. Der Rausch steht dem im Widerspruch, aber er verschafft mir die Konzentration mich mit dem zu beschäftigen was mir genügend erscheint.

Die Perfektionisten in ihrer Gier, die alles bis aufs letzte Detail organisiert und erarbeitet durchgeplant haben, fürchten den Verlust der unweigerlich körperlich kommen wird. Die Anderen das finanzielle Abseits, beide sind nur von Angst getrieben. Die Zeit heilt alle Wunden. Man braucht sich von ihr aber nicht verwunden lassen.

Ändern tut sich ständig alles. Deshalb ist der Bedarf der Menschheit immer etwas Neues schaffen zu wollen absurd. Ein Hasten nach immer schnellerer Veränderung, welche auch ohne die Menschen kommt, man könnte sich doch in einer Phase ausruhen, anstatt gierig rumzuhetzen um Sklave der Zeit zu werden. 

Im fast schon senilen Alter immer noch der Gier frönen zu wollen, oder mit aller Gewalt Macht ausüben zu wollen, und auf einem erreichten Posten verbleiben zu wollen, das ist Altersstarrsinn welcher der Umgebung der Menschheit nur schadhaft ist.

Der Sterblichkeit bewusst, sollte die Gemütlichkeit wieder einkehren.

Die ganze Hektik und Schnelligkeit führt nur zu Stress, wir sind keine Frösche im Milchtopf.